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zu Pohlmann / „Die Öko-Katastrophe: Den Planeten zu retten, heißt die herrschenden Eliten zu stürzen“

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pohlm

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gw/…  mein  K o m m e n t a r :


 

 

Die Gesellschaften unseres Planeten haben sich wechselseitig in deutliche Fehlentwicklungen verstrickt und verstricken lassen, die grundlegende Korrekturen täglich drängender machen.
Die da einmal mehr feststellbaren Irrtumsanfälligkeiten der Gattung ´Mensch´ fesseln offenbar nach wie vor dominant die Denkspielräume im Umgang mit der so gerne beklagten ´mangelnden´ Vollkommenheit des Ganzen – am ausgeprägtesten diesmal auf Seiten Ken Jepsens…
Immerhin skizzieren Sie, Herr Pohlmann, ja beeindruckend kenntnisreich, dass  das  O s z i l l i e r e n    zwischen   V e r s u c h   und   I r r t u m    die Grundbewegungen alles Einzelnen im Ganzen an zentraler Stelle prägt   –    mit all seinen schließlich a u c h höchst beeindruckenden Hervorbringungen…  –   alles Möglichen voll …!
´R e t t u n g´   ist in diesem Oszillieren logischerweise eben gerade    k e i n e    K a t e g  o r i e   !
Folglich kann es auch   n i c h t    darum gehen, die bisherigen Fehltakt-Geber zu ´s t ü r z e n´   –     …   das ´Wie´ und das ´Was stattdessen´  offen ….
Es genügt doch, sich gesellschaftlich mit neuem Selbstwirksamkeitsanspruch und Gestaltungswillen neben die bisherigen Taktgeber/innen zu schieben und entschlossen gemeinsam Stück für Stück die   K l ä r u n g   anstehender Fragen   u n m i t t e l b a r    in die   H a n d   zu   n e h m e n  !
Führen wir endlich in informell gebildeten Bürger/innen-Kreisen zusammen, reden uns dort wieder und wieder anregungsoffen die Köpfe und Herzen heiß über der Frage,  w e l c h e    S y s t e m  – U m a k z e n t u i e r u n g s v o r s c h l ä g e    unter uns ans Tageslicht drängen  . . .   , so dass   a l l e   neuen Tritt gewinnen können und Fehlentwicklungen ausgeräumt werden.
Und streben wir dabei ausdrücklich aus unseren Horizonten als Souveräne die      N e u f a s s u n g     entsprechend auszugestaltender   G e s e l l s c h a f t s v e r t r ä g e    für   D   und die   EU   an !!
Lassen wir uns im Vollzug eines solchen Prozesses nicht beirren,   tribunalisieren ganz entschieden nichts von dem, was es hinter uns zu lassen gilt (!),   sondern   s c h a f f e n    u n s    u n m i t t e l b a r   produktiv die lebendige und wachsende   B e r a t u n g s – Ö f f e n t l i c h k e i t,   die  –  systemisch konsensierend –  zu Verfassungsmöglichkeiten vorzustoßen weiß, deren Etikett das von A u t o p o i e t i e n sein könnte – statt sattsam durchgespielter -archien oder -kratien …, Diktaturen noch weniger !
vgl: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/12/02/s-o-kommen-wir-nicht-weiter/
  >        25.11.2019  gw/  AUTOPOIESIS statt …KRATIE
… auf Kooperation und Gedeihlichkeit ausgerichtete Gefüge   –   lebendig oszillierend im selbstorganisatorischen Austausch vielfältigster Sondierungen:
Suchen wir uns  geeignete Praktiken abfallfreien und auch sonst wachsend selbstwirksam gedeihlich akzentuierten Lebens … !
S o   bauten sich   n e u e    gesellschaftliche   G e s t a l t u n g s g e w i c h t e    auf, an denen unblutig wie selbsttätig-blutig vorbeizuagieren, traditionellen Herrschafts-Ansprüchen nicht mehr gelingen dürfte …

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jn

 

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>   Nutzungs-Möglichkeit:

 

autopoietisches netzwerk – plan …

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. . .  und begleitend an kenfm:

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gw /  Pohlmanns Ausführungen vom 3.12.2019 enthielten viele wichtige Horizont-Weitungen…

– aber er wie Wernicke & Co   – Kenfm nicht anders (! !) –   erweitern fast ausschießlich die Brillanz ihrer Kritik an den immensen Zwängen ´unserer´ in Alternativlosigkeiten festgezurrten Systeme !  . . .

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Wo bleibt die gezielte Suche nach zumindest rudimentären und noch in einigen Denkfehlern verhafteten Alternativen – und vor allem: deren kritisch-produktive Durchbuchstabierung ?

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Was ich (gw)  diesbezüglich zuweilen vorzutragen versuche, mag ja bei weitem unter einem hier erforderlichen Niveau bleiben – als eine namenlose Stimme aus der Menge . . .
Aber zur Anregung von Besserem (!!!) enthält es ja vielleicht ein paar nicht ganz unwesentliche Anstöße ?

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Ohne Antreiber neuer öffentlicher Beratungen trotten wir weiter auf dem Weg wehleidiger bis zynischer Trauerspiele dahin.

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Meine Hoffnung war und ist: Kenfm hätte diesbezüglich noch so einige andere Inszenierungs-Ideen.

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Den aktuellsten Einstieg in Konzeptionen, wie sie mir vorschweben, gäb´s hier – und dann entsprechenden Links entlang.

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https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/12/04/zu-pohlmann-die-oeko-katastrophe-den-planeten-zu-retten-heisst-die-herrschenden-eliten-zu-stuerzen/

„Weniger schlecht ist nicht gut“ . . .

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podcast  /   Gespräch mit Prof. Dr. Michael Braungart (Teil 1)

podcast  /   Gespräch mit Prof. Dr. Michael Braungart (Teil 2)

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yt /   Prof. Michael Braungart Cradle to Cradle Keynote – Entrepreneurship Summit 2015 in Berlin
yt/ Intelligente Verschwendung: Michael Braungart beim 3. Ressourcen Forum Austria

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„Customer relationships redefined.  The service concept opens new customer relationships. Banking of high-quality materials with customers creates a new customer touch point without creating added costs. High-quality materials are also recovered as raw materials and through defined usage periods of the products the quantities and qualities of the materials are known and predictable. The clear focus on client value improves product portfolio and secures increased market share even in weak market phases.

 

Der Kunde kauft die technische Leistung für Zeitraum X.

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Das Produkt/Gerät/Baumaterial  bleibt im Hersteller-Besitz  –  als Material-/Ressourcenbank . . .

. . .  zur abfall-losen Wiederverwertung  zurückgegebener  Produkte/Geräte/Baumaterialien  . . . 

–   nach an Punkt X erworbenem Leistungszeitraum-Ablauf . . .

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AUTOPOIESIS statt …KRATIE

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Schütteln wir die Vorstellung ab, es käme aufs Beherrschen & Durchsetzen an, statt aufs Zusammenwirken . . .  !
Entwickeln wir uns zu autopoietischen Gemeinwesen !

 

autop

 

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Der   P a r t e i e n s t a a t, wie er sich in den letzten 7 Jahrzehnten eingependelt hat  – sogar verstärkt seit der Auflösung der DDR im dann vereinigten D -, ist längst an den Grenzen seiner Gedeihlichkeit angelangt.

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Ein täglich unfruchtbareres Gerangel um ´Partei-Bedeutungen´ im Politik-Getriebe, eingebunden in ein zwanghaftes Mehrheits-Konstellationen-Denken lähmt alle und alles…

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Und es sind nicht allein die früheren Volksparteien, die sich infolgedessen in einen atemberaubenden Schwund gezogen finden.

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Alle suchen zuvorderst die Fehler und Schwächen politisch Andersdenkender herauszustellen.

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Konzepte und die Frage danach, welche Regelungen die wenigsten Menschen schmerzen und damit ein gedeihliches Zusammenwirken aller optimal voranbrächten, bleiben meistenteils außen vor. 

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Man huldigt durchweg viel zu sehr dem Unterhaltungswert von Gezänk und plattester Selbstbeweihräucherung . . .

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Dass sich fruchtbare von schädlichen Denkansätzen auch einfach durch Konzentration  auf jeweils fruchtbare Aspekte scheiden ließen, verliert sich allseits im Gehakel um diesen oder jenen ´richtigen´ oder ´falschen´ Stallgeruch´… !  –  In solchen Kampfmodi gelangen alle zu mehr Zerstörung als sonstwas …

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Das deutsche GG formuliert ja eigentlich sehr weise die    A u f g a b e     von   P a r t e i e n :

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Art 21, 1 „Die   P a r t e i e n    w i r k e n     bei der politischen Willensbildung des Volkes   m i t.“  

>  also erstmal überhaupt nichts Parlamentarisches oder gar Regierungsmäßiges ! !

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Bezüglich der Wahlen heißt es im GG, Art. 38:

(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen. (…)

(3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.

Alle Polit-Akteur/innen welcher Provenienz auch immer führen sich aber so auf, als beriefen die Wähler/innen Partei X  jeweils zur Regierung oder zur Opposition.

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Heute fehlt sämtlichen Parteien ein intensives und hochrespektvolles Gespür und Engagement für die Selbstwirksamkeits-Bedürfnisse von Menschen, im politischen Sinne:  von Bürger/innen (!),  und für deren Vielfalt !

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Ihre Polit-Agenden führen eben gerade   n i c h t   zuerst und zuletzt über Bürger/innen-Kreise und Bürgerwerks-Begleitung (!) zu den eigenen Arbeitsgremien und in die Parlamente und Regierungsämter!

D a s   aber   e r s t   h i e ß e:   Mitwirkung an der politischen Willensbildung der Bürger/innen !

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P a r t e i e n     sollten deshalb endlich der Zielsetzung eines ausgewogenen    B  ü  r g  e  r  / i n n e n – S t a a t e s    den   V o r z u g    geben vor der überkommenen eines   s o z i a l e n   T r a n s f e r  – S t a a t e s (!!)

vgl:   2018  gw/  denkbares BGE-Manifest

S t a a t    wäre neu zu begreifen als jederzeit mitzugestaltendes   I n s t r u m e n t    a l l e r   B ü r g e r / i n n e n    und Mitwohner/innen.
vgl:  2019  AUTOPOIESIS

P a r t e i e n    hätten   –  ohne die inzwischen angestammten Sonderrechte in Parlamenten und Regierungen (!) –  dazu ihre politischen Sachkenntnisse und ihre Vernetzungskapazitäten frei zur Verfügung zu stellen.

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https://i1.wp.com/buergerbeteiligung-neu-etablieren.de/000/76.jpg

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Das beinhaltete umakzentuierte infrastrukturelle staatliche Aufgabenfelder:

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   eine G e l d i n f r a s t r u k t u r , organisiert als zusätzliche monetative Staatsgewalt,

  zuständig für eine   B G E – E i n k o m m e n s – G r u n d o r d u n g    und den   S t a a t s h a u s h a l t   in Höhe ca. 1/6 des Vorjahres-BIP

–   ein   G e l d k r e i s l a u f – S y s t e m    via sozio-ökologischer   I n d e x s t e u e r

vgl:   1.10.2019  gw/  Brauchen wir ´Messlatten-Gesellschaften´ ??

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   ein   EU- b i n n e n m a r k t s – s e i t s   nach außen optimal abgesichertes    D i g i t a l – N e t z, mit rechtlich abgesicherter individueller Datenhoheit . . .

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–   eine Umakzentuierung des Verhältnisses von Legislative und Exekutive, e r g ä n z t    durch eine    A u d i t a t i v e

vgl:  29.10.2019  gw/   Wenn Wahlen Ausrufezeichen zu grundlegend veränderungs-bedürftigem Denken setzen . . . / 1

gw/ 2019  plan B  –  5 | … Ansatzpunkt: Staatsgewalten !

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–   eine Umakzentuierung der   G r u n d -Z i e l s e t z u n g     politischer   G e m e i n w e s e n   unter sozio-ökologisch-ökonomischen   E s s e n t i a l i s i e r u n g s –   &   V e r s t e t i g u n g s – V o r z e i c h e n :

vglgw / plan B:

6 | … Besitzrechte & -Pflichten !

7 | … Menschenrechte & -Pflichten !

8 |  … Auskommen und Einkommen !

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Anregungen:  3   |   4   |   4a   |   4b |    5   |   6   |   7   |

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Entsprechend bräuchten wir :

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Parteien,   d i e   b e g r i f f e n    h ä t t e n, dass   V o l k s s o u v e r ä n i t ä t   zuerst und zuletzt   i n   P a r l a m e n t e n   und sie ergänzenden Bürger/innen-Versammlungen (A u d i t a t i v e n) und Bürger/innen-Voten ihren möglichst uneingeschränkten Ausdruck haben muss, . . .

. . . weshalb eine individuelle (!)  Bestellung und Zusammensetzung der Exekutive in die Hände frei mandatierter Abgeordneter gehört – jenseits heute gängiger Fraktions-Zwänge und Koalitions-Bildungen !
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(weg von traditionellen Koalitions-Konzepten sollte sich das Parlament im Rahmen (Regierungsbildung für Regierungsbildung) parlamentarisch zu entscheidender Ressort-Konzepte in Einzelwahlgängen (!) die Regierungsmannschaft zusammenstellen, mit der es arbeiten möchte !)

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Parteien,   d i e    überdies   b e g r i f f e n   h ä t t e n, dass Demokratie verloren geht, wenn die Polit-Akteur/innen die Dinge   n i c h t   Mal für Mal überschaubarkeits-wahrend bzw. -schaffend quantitativ-minimalistisch angehen und die Regelungsgefüge aufräumen, wann immer sie Änderungen oder Erweiterungen beschließen !

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Parteien, die weitgehend macht- & verhandlungs-kalkülfrei ihren Beitrag zu den jeweils anstehenden Entscheidungsprozessen liefern, weil sie lernen, die Dinge nach innen wie außen möglichst  s y s t e m i s c h    zu   k o n s e n s i e r e n    (!)

… –  die also der Organisierung von Mehrheiten nur nachgedordnete Bedeutung beimessen gegenüber der Anregung und Klärung gesellschaftlicher Meinungsbildungsprozesse in landesweit gut gepflegten Bürger/innen-Kreisen zuvorderst  sowie in wohlstrukturierten Parlaments-Aussprachen bis   h i n   zu   s y s t e m i s c h – k o n s e n s i e r t e n   E n d – A b s t i m m u n g e n   !
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Parteien, die keines der Ordnungsmodelle, in denen zu denken und zu agieren sie sich gewöhnt haben, ungeprüft und jenseits breiter Erörterungen weiterverfolgen, sondern stattdessen entsprechend ständig direkt in die Bevölkerung hineinfragen  (direkt, nicht über Meinungsforschungs-Institute !) !

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Parteien, die ihr Gespür dafür schulen, wann und wo Stellschrauben-Politik die Dinge im guten Sinne gängiger machte, und wann mehr oder minder grundlegende System-Neuaufstellungen, also nennenswert zu verändernde Gesellschaftsverträge samt der sie tragenden Rechtssysteme, anstünden !!

…  d i e   diesbezüglich   b e g r i f f e n   h ä t t e n ,  dass für D wie für die EU die Beratung neuer bzw. überhaupt erster Gesellschaftsverträge von unten (!) anstehen und es zentrale Aufgaben aller Polit-Akteur/innen ist, auf solche hinzuwirken !

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Somit Parteien,   d i e   b e g r i f f e n    h ä t t e n,  dass Staaten unter den disruptiven Prozessen des 21. Jhds keine funktionstüchtigen Lebensgefüge zu gestalten und aufrechtzuerhalten vermögen . . .

. . . –  ohne:   wirtschaftskreislauf-tragende, allen jederzeit auf Lebenszeit gleichberechtigt zugebilligte Grund-Einkommens- und (Gesundheits-)Versorgungs-Ordnung (BGE…, PGF) über eine M o n e t a t i v e    mit strenger Verfassungsbindung!

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Parteien,   d i e   inzwischen ausdrücklich    b e g r i f f e n    h ä t t e n,  dass die Märkte des Planeten Erde naturbedingt endlich sind und sich die Lebensgrundlagen nicht beliebig umfänglich beeinträchtigen lassen  –  weshalb    A u f w a n d s – M i n i m i e r u n g e n    auf allen (!!)  Feldern und neue internationale   F a i r n e s s    auf die Tagesordnung aller im Rahmen der denkbar vielfältigsten Ansätze gehören !

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Es kann deshalb nur mit Entschiedenheit um den beherzt anvisierten Einstieg D´s und der EU in eine binnenmarkts-konzentrierte, jede globale Massengüter-Konkurrenz entschieden abbauende Welthandelspolitik gehen !

…  –  und um eine weltweit fair kooperative Haltung :

…  1.  gegenüber Binnenmarkt-Ergänzungs-Anbietern aus aller Welt, die alle  externen Produkt-Angebote einzig  (!) der für alle Anbieter in D /der EU gültigen Index-Steuer unterzieht,

…  2.  uneingeschränkt weltweit offene Know-How-Plattformen unterhält,

…  und 3.  Menschen in wirtschaftlich schwächeren Weltregionen individuell mit Bildungsgutscheinen und z.B. dreijährigen Grundeinkommens-Zuweisungen neuen Spielraum verfügbar macht

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…  um so den heute gängigen weltweiten Vertrags-Fetischismus, in dessen Rahmen es keine Augenhöhe geben  k  a n n ,   durch die genannten 3 klaren Setzungen überflüssig zu machen  –  womit die meisten der gängigen Konflikt-Trigger vermieden wären !!!

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Wir brauchen Parteien,    d i e   b e g r i f f e n    h ä t t e n,  dass es in Wirtschaft und Politik nicht länger um irgendwelche Ismen gehen kann:  deren streitblähende Ausleuchtung hat lange genug gelähmt …

…  –  sondern um die flexible Initiierung mehrstrang-wirtschaftlicher Strukturen mit vielen selbstorganisatorischen, ordnungspolitisch wirksam zu gewährleistenden (!) Spielräumen… (sich weiterentwickelnde ~traditionelle profitwirtschaftliche Unternehmen;  sich weiterentwickelnde (NGO-)Non-Profit-Unternehmen;  sich neu entwickelnde UMBAU-MEDIATOREN & PLATTFORM-SELBSTORGANISATION;  BÜRGERWERKS-UNTERNEHMEN & KOOPERATIVEN; Commons !  (Anregungen:  3   |   4   |   4a   |   4b |    5   |   6   |   7)

 

…  –  Keinerlei Subventionierungen  (!);  Gründungs- & Umstiegsförderung ausschließlich über monatl. zusätzlich zum BGE z.B. 1000€-Mitarbeiter-Gutscheine über 3 Gründungs-/ggf. prekäre Umstiegs-Jahre hinweg  (bei voller betrieblicher Mitbestimmung der Belegschaften über Geschäftsziele & -Modelle, Gewinnverwendung, Lohnstruktur !)!

…  –  ansonsten alleinige staatliche Stimulationsspielräume als Nachfrager und gesetzlicher Vorstrukturierer der wasser-, energie- verkehrs- & abfall-wirtschaftlichen Bereiche mit ihren Netzen sowie der bildungs- & gesundheits-systematischen Rahmenbedingungen.

…  –  Es ist genug Geld in der Welt, das zumindest fallweise tragfähig-bedarfsgerechte Anlagemöglichkeiten sucht, ohne dass mitbestimmte Entgelt-Strukturen, Gewinnerwartungen und Geschäftsmodell-Entscheidungen abschreckende Wirkung haben müssten (auch Reiche sind nicht einfach nur geldgierig  –  sorgen wir also für eine Neuakzentuierung der Paradigmen, die gelten sollten ! )

…-  erst recht, wenn die wirtschafts-zentrale Rolle des Faktors Boden endlich steuerlich in Nutzungs-Relevanzen abbildenden Bodenwert-Karten erfasst würde (!!),   s o   eines der unsozialsten Spekulationsfelder trockenlegend und neuen Denkhorizonten zugänglich machend !!

 

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Wir bräuchten Parteien,    d i e   b e g r i f f e n    h ä t t e n,  dass
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Monetative/ZB-Geld für BGE & ETAT (neue Aufteilung Bund Länder), ein Index-Steuersystem zur Rückführung des Geldkreislaufes und zur Sicherstellung der funktionalen Grundstrukturen von Staat, Wirtschaft & Gesellschaft, keine Zölle (!!)  & indirekten Steuern, Bildungsgutscheine, THW-Ausbau, minimale (!!) Landesverteidigung

notwendig und ausreichend  (!)  wären, um um sozial wie wirtschaftlich tragfähige  staatliche wie internationale Funktionsmechanismen zu haben!!

…  –  denn kein Staat kann und sollte (will man die Räume für Korruption eng halten (!!) )  als kontinuierlich lenkender Player von ständig so oder so reparaturbedürftigen Strukturgefügen reüssieren !

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 Bildung sollte bereits heute und erst recht morgen   neben   jederzeit für jede/n zugänglichen curricularen Einrichtungen von Kita bis Uni … , allen ebenfalls jederzeit zugängliche Wissens-, Schnupper- , Entwickler- & Starter- Labs bieten – mit öffentlicher Finanzierung bei z.T. privater Ausführung

… da böten sich sehr tragfähige Finanzierungskonzepte über einrichtungs-spezifisch betriebsermöglichend ausgestattete individuelle Bildungsgutscheine und errichtungs-bezogene Ausstattungsgutscheine an

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Und  Parteien samt ihren Vertretern in den Exekutiven   h ä t t e n   zu   b e g r e i f e n,   dass Gesetze nur dann Beachtung finden, wenn die Exekutiven für genügend sichtlich präsente Gesetzeshüter sorgen und gesetzes-entsprechend postwendende Strafverfolgung bzw. Unterbindung sichergestellt ist.  Wo das in ausreichendem Maße unterbleibt, driften ganze Ordnungs-Apparate & Bevölkerungsteile in Frust und politische Verirrung   –   Verstöße mehren sich!

…  –  überdies wirken Vorschriften nur dort, wo daneben Überschaubarkeit geleistet  und für Kontroll-Wirksamkeit gesorgt wurde !

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Wir bräuchten Parteien,    d i e   – last but not least –   b e g r i f f e n    h ä t t e n,  dass jede Beteiligung an außenpolitischen ´Interessensicherungs´-Machtspielen noch jedesmal irgendwann mehr oder minder gewaltig ´nach hinten losgehen´ muss !

… dass Frieden allein zustande kommt, wenn auch Staaten auszuhalten willens sind, was sie einander nicht einleuchtend zu machen vermögen, . . . 

. . .  und dass militärische Wehr & Verurteilung nichts löst, vielmehr regelmäßig alles verschlimmert !

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–  niemand braucht ´Gewicht´ in der Welt…,  denn wozu als zur Vorteilsnahme sollte solches Gewicht auf irgendwelche Waagschalen (Etwa, weil man es ja soviel besser wüsste als die direkt Betroffenen ?)

–  wer ´Zusammenhalt´propagiert, kreiert noch jedesmal mehr oder minder blinde Feindschaften !

–  kein Staat hat ´Verantwortung für´ andere Staaten und die Menschen dort  –  im Sinne von Eingriffs-´Pflichten´:   denn kein Staat kann die Position eines anderen nach innen wie außen ein- & wahrnehmen !  (Es gibt zwischen Staaten keine Eltern-Kind-Verhältnisse !) 

Wer da von außenpolitischer  ´Eingreifens-Verantwortung´ redet, heuchelt Engagement, betreibt aber allenfalls begrenzt zielführende, im wesentlichen rücksichtslose, am Ende sogar fast regelhaft fehlgehende Interessenpolitik.

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–  Wo Menschen gequält werden, lindert ihr Geschick nur, wer bezüglich etwaiger eigener Anteile (!!)  – und ansonsten allein beratend- (nicht verurteilend!!)-kommunikativ, sofern gefragt (!) –  für zwischenstaatlichen Beeinträchtigungs-Abbau sorgt. . .

Solche Beeinträchtigungen triggern ja nicht selten die jeweils in Rede stehenden Menschenquälereien erst  !

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–  kein Staat hat gleich aus welchen Gründen andere zu sanktionieren !

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Es   w ä r e   nicht zuletzt zu    b e g r e i f e n,  dass eine friedliche   EU   o h n e   einen bürger/innen-seitigen Gesellschaftsvertrag nicht die Menschen ihres Staatenverbunds zu ihrem Souverän macht, sondern deren derzeit lediglich selbst- und in Maßen national-parlaments-ermächtigt vertragschließende Regierungen  …!

…  –  dass jedes Bündnis-Denken auf Feindbildern gründet

–  es also auch zwischen Staaten ausschließlich um   V e r b i n d u n g e n    gehen kann, wenn Frieden sein soll (!!)

–  dass folglich jede Art von friedlicher Welt-&Nachbarschafts-Politik nichts als verurteilungsfreie Kommunikationspolitik (!)  sein kann … !

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…  –  die EU müsste also nach innen dringend entsprechend umgebaut werden  !!

…  –  insbesondere Verteidigungsbündnisse kämen überhaupt nicht mehr in Frage , auch nicht innerhalb der Eu  –  freie fallbezogene Kooperationen einschließlich binnenmarkt-internen Waffenhandels schon, aber keinesfalls mehr  …!

…  eine solche EU hätte im Sinne einer friedlichen Weltstaaten- & -Handels-Ordnung einen Konzeptwechsel anzustreben  –  hin zu einem global weitgehend autonomen Nebeneinander in sich genügsamer und einander bloß ergänzender gut kooperativ aufgestellter Binnenmärkte !

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Wir   b r ä u c h t e n     europaweit  Parteien,    d i e   s i c h   d e m   U m s t a n d    s t e l l te n,  dass der allergrößte Teil der anschwellenden Migration der Gegenwart machtpolitisch elends-bedingt ist, ganz egal ob hinsichtlich eher wirtschaftlicher, kriegversehrter, verfolgungs-exzessiver oder klima-verschärfter Ausprägung getriggert…  !

Lassen wir das Mächte-Denken, Pressen und Rüsten, dann erübrigte sich ein Großteil des Zwanges zur Migration !

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Wir   b r ä u c h t e n     europaweit  Parteien,  die sich dieses Elend belastbar angelegentlich sein ließen  –  im Wissen darum u.a., dass territoriale Aufnahme-Möglichkeiten immer nur begrenzt aufzubauen sein werden  –  und mehr auch nicht erforderlich ist :

…  denn sie wüssten, dass auf dem eigenen Terrain  enorm viel mehr geht, als üblicherweise gedacht, sobald man davon absieht, allen das Gleiche abzuverlangen (!!) : 

–  für den Bereich der EU sollte deshalb endlich ein wirklicher sozialer und demokratischer Ansatz gelten  –  das Konzept freiwillig beantragbarer kommunaler Zufluchts-Orte (Sanctionary-Cities)   –  als selbstorganisatorisch über Bürger/innen- & Zuzügler-Räte die Aufnahme und Integration lokal regelnder Zufluchtsorte  – mit dem Recht auf begleitende Wirtschaftsförderung namentlich für die Entwicklung geeigneter regionaler Bürgerwerks-Wirtschaften! … 

(s   t  a  t   t   einer flächendeckenden Aufnahme-Quoten-´Solidaritäts´-Politik, die sich nicht verordnen lässt  (!!), und einer nahezu allein diskutierten und auf den Weg gebrachten eigeninteressen-geleiteten ´Einwanderungs-Politik´!!!)

 

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Wir   b r ä u c h t e n     europaweit  Parteien,  d i e    b e g r i f f e n    h ä t t e n,   dass viele großräumige Heimatverluste in gebeutelten Weltteilen  absehbar nicht rückgängig gemacht werden können… 

–  was nur über ein Konzept ´Lager zu Städten´ – via Landkauf in den benachbarten Hauptaufnahme-Gebieten, BGE & Selbstorganisations-Rechte –   in tragfähige Lebensverhältnisse gewendet werden kann !

… sowie:    durch einen konsequenten Verzicht auf    j e d e    interessenpolitische Vorteilsnahme- und militärische Eingriffspolitik  !!!

… begleitet von beantragbaren Bildungsplatz-Kontingenten für jeweils z.B.  maximal 5 Jahre (kein Brain-Train!)  !

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Wir   b r ä u c h t e n     europaweit   P a r t e i e n,   d i e   inzwischen   n a c h z u d e n k e n    g e l e r n t    h ä t t e n    über die   S p i e l r ä u m e,  die lokal überall sofort entstünden, würde man die Grundstrukturen  endlich beherzt  s o  bauen, dass sie gängelungs-frei (!) und  möglichst missbrauchs- und pressions-resistent allen Interessierten  –  gleichberechtigt und direkt –  vielerlei dynamisierungs-geeignete Spielräume vorhalten  !!! 

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S t a a t s – B e v ö l k e r u n g e n   &   P a r t e i e n ,

 

die nicht mehr herrschen wollten,

– auch nicht als ´Demo´-KRATEN -,

 

sondern sich mitten in unseren Gesellschaften  

a l s     a u t o p o i e t i s c h e    M i t g e s t a l t e r 

eines rundum   o f f e n e n    

Z u s a m m e n w i r k e n s    a l l e r  

verstünden . . .

 

–   dahin sollten wir streben  . . 

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https://i2.wp.com/buergerbeteiligung-neu-etablieren.de/000/sozsys.gif

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„Frischzellen“ gegen ´Hirnriss´ ?

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bewhiri

faz.net

       „Reform statt „Hirntod“ Die Nato-Mission des Heiko Maas

Von Thomas Gutschker, Brüssel, Aktualisiert am

„…mit den jüngsten Äußerungen des französischen Präsidenten war ein Thema hinzugekommen, das alle anderen überstrahlte: Hat die Nato überhaupt noch eine Zukunft? Kann sie ihren Mitgliedern Schutz bieten? Der deutsche Außenminister Heiko Maas gab darauf eine klare Antwort. „Die Nato ist seit 70 Jahren die Lebensversicherung Europas“, ließ er vor seiner Ankunft in Brüssel wissen. Er bekräftigte den „unerschütterlichen Zusammenhalt über den Atlantik hinweg“. Doch müsse man das Bündnis „auf aktuelle Herausforderungen einstellen und vermehrt europäische Verantwortung in der Sicherheitspolitik übernehmen“. Dazu seien „politische Frischzellen“ nötig – so begründete Maas, warum er selbst die Initiative ergriff.

… sein Vorschlag, eine Expertengruppe zur Reform der Nato einzusetzen…“

 

 

Ursache zurückliegender Nachkriegs-Gefahren für das Leben Europas war der mehrseits gewollte und phobisch gepushte OST-WEST-KONFLIKT !!KONFLIKT.

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Wäre dieser Konflikt von Anfang an Richtung Entspannung und Respektierung gehandhabt worden, wäre für Europa nie eine Nachkriegsgefahr entstanden !

 

Der Aufbau der Nato nach 1945 hatte entscheidenden Anteil an der Konflikt-Eskalation und den damit zu begründenden knechtenden Satelitenstaats-Verhältnissen des Ostens.

 

Der Nato friedenssichernde Qualität zuzuschreiben, war Teil eines hochbedrohlichen Mächtekonzepts für die Nachkriegswelt. 

Die Nato war, und ist es nun seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes 1990 neuerlich, Kombattant eines nicht allein atomaren Wettrüstungs-Irrsinns, dessen Platzen damals wie heute relativ allererst Europas Leben ausgelöscht hätte bzw. auslöschen würde ! 
Ohne Nato auch keine der großen Stellvertreterkriegs-Walzen außerhalb Europas. Wieviel Hechterei nach unbilliger Vorteilsnahme und wieviel lebensfeindlichstes Leid und den Planeten immens vergiftende Zerstörung. . .  !!

 

Abgesehen von dieser alles andere als lauteren Entstehungsgeschichte von Bündnissen wie der Nato, gilt es zu begreifen, dass   R ü s t u n g s a n s t r e n g u n g  e n    von mittlerweile   j ä h r l i c h   weltweit tendentiell 2 Billionen $  (!!!) sich in den 70 Jahren Nato-Bündnis und anderer kriegerischer Verbündungen   n o c h    k e i n e    S e k u n d e    als   f r i e d e n s t a u g l i c h     erwiesen haben oder auch nur in Ansätzen erweisen können . . . !!

 

Wer soviel rüstet und weltweite militärische ´Solidaritäts´-Aufgaben postuliert, kann seine grundlegende Kriegsbereitschaft nicht auch nur ansatzweise glaubhaft verbergen . . . !!

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AKK in München, 7.11.2019:

Unsere Partner im Indo-Pazifischen Raum – allen voran Australien, Japan und Südkorea, aber auch Indien – fühlen sich von Chinas Machtanspruch zunehmend bedrängt. Sie wünschen sich ein klares Zeichen der Solidarität.“

 

Wer soviel rüstet und gar offen von weltweit ´solidarischem´Interessenschutz  gegen andere Vorteilsnehmer redet, setzt auf Druckpolitik und immer absurder bewaffnete internationale Muskelspiele !!

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Solchem Irrsinn gegenüber haben nicht einmal die jährlichen Rituale um das Kind in der Krippe von Bethlehem wenigstens aufschiebende Wirkung:   

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die zuweilen von diesem Kind zutiefst berührte, meist aber einigermaßen evangeliumsferne ´christliche´ Welt hat bis heute nicht begriffen oder lebte dergleichen gar, dass da seit 2000 Jahren von einem   G o t t e s b i l d     die Rede ist, für das   M a c h t    k e i n e   K a t e g o r i e    darstellt. 

 

In einem der weisesten Weihnachtslieder heißt es: 
„e n t ä u ß e r t    sich all   s e i n e r    G e w a l t , wird niedrig und gering“ . . .

 

–  ein Kind in seiner ganzen unbewehrten Strahlkraft,

ein Mensch, der auch da kein Schwert eingesetzt sehen will,

wo seine Umwelt ein Recht etablieren zu dürfen meint, ihn abzuurteilen und hinzurichten   –  für die Verkündigung der großen unbewehrt belebenden Strahlkraft im Wesenskern alles Exstenten . . .

verweist uns aufs Eindringlichste darauf, wie blind wir sind und bleiben, wenn wir uns in immer neue hochbewehrte Durchsetzungs- und Kampfspiralen verirren !

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Lassen wir endlich los, was uns Hirne und Herzen zerreißt   –   unser Leiden aneinander lässt sich, wo immer es uns bedrängt, mit Waffengewalt nicht auflösen, nur verschlimmern . . . !!

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Entdecken wir doch bitte unser Wohlgefallen aneinander, von dem zumindest göttlicherseits die Engel den Hirten kündeten:

´Frieden auf Erden den Menschen, die untereinander Raum finden und schaffen für jenes Wohlgefallen, das im Zentrum wechselseitigen Antwortens zu schwingen vermag, sobald wir unsere Blicke und Herzen weiten.´

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wehrlosigkeit

 

 

vgl. auch:

23.11.2019 Verweis auf Kenfm – Tagesdosis;  H. Ploppa /  Die Kosten der Kriege nach 9/11: 6.4 Billionen Dollar – 3.4 Millionen Tote

 

18.10.2019  gw/  ´S i c h e r h e i t´   ist keine Sache von Waffen und keine von Verträgen !

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15.10.2019  gw/  G E O – S T R A T E G I E – DER HÖLLENSCHLUND DES 21. JHDS. !

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14.10.2019  gw/ … zur friedensfeindlichen Wirkung von Militärbündnissen

gw/   Krieg wird nicht weniger, wenn er kriegerisch beantwortet wird !

 

 

 

Verweis auf: Neue Debatte – Nafeez Ahmed / Das Ende der menschlichen Zivilisation

Textschluss:     „Doch es ist noch nicht zu spät, damit anzufangen, das aktiv neu zu gestalten, was das Anthropozän ausmacht.

Denn letztendlich ist der derzeitige Charakter des Anthropozäns ein Spiegelbild des vorherrschenden Paradigmas des menschlichen Zivilisationssystems. Es ist ein jedes Leben zerstörendes Paradigma, eine Todesmaschine, deren innere Logik ihren Höhepunkt im eigenen Ende findet. Es ist eine Matrix aus ineinander verschränkten Glaubens- und Wertevorstellungen, Verhaltensweisen und Organisationsstrukturen, die nicht etwa als Zugangspunkt zum Leben, der Natur und der Realität fungiert, sondern eine Barriere dazu herstellt.

In diesem Sinne ist das Ende dieses Paradigmas absolut unvermeidbar. Doch das beraubt uns nicht der Möglichkeit, uns zu entscheiden, ob die Menschheit gemeinsam damit untergehen wird oder stattdessen die Saat eines neuen, lebensbejahenden Paradigmas ausstreut, indem sie ein neues System aufbaut, das das Aufblühen einer neuen ökologischen Zivilisation ermöglicht.

Sollte die menschliche Zivilisation überleben, dann wird sie das nicht im Rahmen dessen tun, was wir momentan erleben: eine Zivilisation – errichtet auf dem Blut von Millionen Menschen, basierend auf der Erschöpfung der weltweiten Ressourcen – in der auf den Armen, Verwundbaren und Schwachen herumgetrampelt wird und die alles daran setzt, sich selbst zu vernichten. Dieses Paradigma wird von der Techno-Hyperrealität seiner eigenen Projektion getäuscht: ein utopisches Scheinbild des endlosen Wachstums, das mit allen Mitteln versucht, seinen eigenen dystopischen Kern vor der Selbsterkenntnis zu verbergen.

Und so haben wir die Aufgabe darüber nachzudenken, was wir tatsächlich unseren Mitmenschen und unserem Planeten angetan haben. Nur so können wir erkennen, dass diese zwei Phänomene Teile ein- und desselben selbstzerstörerischen Paradigmas sind. Ein Paradigma, das unaufhörlich eine Hyperrealität der Trennlinien, Grenzen und Klüfte um einen externalisierten „Anderen“ konstruiert, wodurch ausbeuterische und parasitäre Verhaltensweisen vermeintlich notwendig werden. Wenn wir das erkennen, können wir uns von den binären Wahnvorstellungen, die jahrhundertelang den Pfad der Zivilisation markierten, lösen und so eine neue Perspektive einnehmen: darauf, was Menschsein bedeutet. Wir können die Essenz unserer Existenz wiedererlangen, denn im Grunde genommen sind wir Wesen, die gemeinsam aus der Erde selbst entstanden sind und unweigerlich wieder zu ihr zurückkehren werden.“