21.6.2020 gw/ . . . PROGRESSIVE INTERNATIONALE – syndikat / Kommentar zu „Symbiosis“

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pi-syn

 

 

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„Symbiosis: Internationalismus jenseits des Nationalstaates“

„Echter Internationalismus bedeutet, kollektive Macht aufzubauen, wo auch immer wir leben und arbeiten.“

Symbiosis ist ein Bündnis lokaler Organisationen in ganz Nordamerika, das von unten eine demokratische, gerechte und ökologische Gesellschaft errichtet.

27.5.20  / Aaron Vansintjan, Cora Roelofs and Francisco DominguezCorrea
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Symbiosis /

 

„Strategien für den Aufbau von kollektiver Macht außerhalb der Regierungsinstitutionen unseres gegenwärtigen Systems “

„Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, diese Institutionen durch unsere eigenen, wirklich demokratischen zu ersetzen. Wir nennen diesen Prozess Doppelmacht (“dual power”).“

„den Abbau von Herrschaftsstrukturen überall, während gleichzeitig soziale und ökologische Beziehungen geheilt und aufgebaut werden.“

„Der von der Natur und den Menschen geschaffene Reichtum wird auf dem Weltmarkt nach dem Willen eines Eigentümers gekauft, verkauft und zerstört. Es ist dieses politische und wirtschaftliche System, das für den Zusammenbruch unserer klimatischen und ökologischen Systeme verantwortlich ist, nicht die Menschheit.“

„Der Staat ist eine von Natur aus hierarchische Struktur, deren Hauptfunktionen darin bestehen, (1) das Gewaltmonopol aufrechtzuerhalten, (2) die Institution des Privateigentums zu schützen, und (3) die Macht des Kapitalismus zu verankern. Unser Internationalismus ist geprägt von der Überzeugung von der Notwendigkeit der Selbstbestimmung der Menschen und einem Verständnis, dass der Nationalstaat ein zutiefst fehlerhaftes Vehikel für diesen Prozess ist.

Autonome Bewegungen müssen in der Lage sein, ihren eigenen Weg zu gestalten, der strategische Bündnisse mit Staaten einschließen kann oder auch nicht. Deshalb arbeiten wir länderübergreifend und über Nationen hinweg und bevorzugen den Begriff “intermunicipalism”, um Netzwerke von autonomen Gemeinden, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt, zu beschreiben. In diesem Rahmen fordern wir Bewegungsfreiheit für alle.“

 

„Wir müssen Embargos und Sanktionen, von den USA geführte Kriege und die Rüstungsindustrie sowie die globalen finanziellen und multilateralen Institutionen, die sie antreiben, anprangern.“

 

„Wir bieten eine kritische Solidarität, die weder unsere eigenen Kämpfe noch die anderer verehrt. (. . . ) Letztlich besteht der größte Akt der Solidarität darin, dort, wo man ist, Macht aufzubauen und gleichzeitig direkte Verbindungen zu Aktivisten*innen in nah und fern zu knüpfen.“

Wir stellen uns eine Welt vor, die durch eine Konföderation autonomer, demokratischer Volksorganisationen verbunden ist. Im Kern ist Symbiosis durch das Ziel des demokratischen Konföderalismus motiviert — ein politisches System der direkten Demokratie auf lokaler Ebene mit abrufbaren Delegierten, die zu regionalen und überregionalen beschlussfassenden Organen geschickt werden.“

„Eine Strategie der Doppelmacht etabliert die Macht der Menschen von der lokalen bis zur regionalen Ebene, indem sie die verschiedenen Ökologien und Identitäten verteidigt, sich um sie kümmert, sie heilt und Brücken zwischen ihnen baut. Die Wirtschaftsdemokratie, verkörpert durch Gewerkschaften, Genossenschaften und das Gemeingut, ist von grundlegender Bedeutung dafür, wie wir das erreichen werden. Sie bildet die Grundlage für den Aufbau eines direktdemokratischen politischen Systems, das die bestehenden kapitalstaatlichen Systeme in Frage stellt und letztlich verdrängt. Eine Strategie der Doppelmacht ermöglicht es uns, von der bloßen Reaktion auf das Weltgeschehen zur Bildung sinnvoller Beziehungen der gegenseitigen Abhängigkeit über Grenzen hinweg überzugehen.“

„Wir stellen uns einen Internationalismus des kreativen Widerstands und autonomen Projekte vor, die den wirklichen menschlichen Bedürfnissen entsprechen. Lasst uns nicht nur dafür eintreten, sondern zeigen, dass Alternativen möglich sind.“

https://www.symbiosis-revolution.org

…………………………………gw / Kommentar:

 

Hallo Symbiosis,

 

ich freue mich sehr, in Eurem Artikel auf Horizonte zu treffen, wie sie auch mich aus der in Vielem anderen Gemengelage Europas und namentlich Deutschlands bewegen  –  zumal ich gerade mal als einzelne nachdenkliche Bürgerin und Bloggerin unterwegs bin und bisher noch auf kein rechtes Auseinandersetzungs-Interesse mit meinen Gedanken und Vorschlägen gestoßen bin…

An Euren Aktivitäten und Zielsetzungen elektrisieren mich die beiden Begriffe ´symbiosis´ und ´dual power´. . .:

 

Meinen Kommentar zum Text der PI-Ratsmitglieder hatte ich begonnen: „Meine  Überschrift hieße:

„Solidarität heißt:  wechselseitig angeregte und souverän neben das Bisherige gebaute Deliberativ-Systeme:  Autopoietien !“

Das scheint mir Eure beiden Begriffe zu berühren.

 

Dabei halten meine Autopoietie- (statt Demokratie-)Überlegungen schon noch an staatlichen Gemeinwesen fest, die freilich nicht mehr als Büttel von Einfluss-Anmaßungen und Ausbeutungssystemen zu fungieren hätten ! Den Parlamentarismus kann man auch anders zuschneiden als bisher. . .!

Mein Kommentar an die PI-Ratsmitglieder ging weiter:

Frage:

Wieviel fruchtbare Gedeihlichkeit liegt in   K ä m p f e n  gegen ???

 

Warum bauen wir uns nicht kurzerhand souverän eine flächendeckende Fülle deliberativer/autopoietischer Begegnungsformen:

die jeweils vor Ort und in wechselseitiger Anregung Verständigungen darüber erzielen, mit welchen Formen überschaubarer Gemeinwesens-Infrastruktur sie gut zurechtzukommen hoffen  –  zur je autonom mit anderen verbundenen Deckung ihrer Bedarfe. . .  ?  !

– und die darüber untereinander kurzerhand gesellschaftsvertragliche Vereinbarungen treffen und untereinander die entsprechenden Einrichtungen schaffen . . .  ?  !

 

Motto:  Offene Konflikte umgehen, unterlaufen und das Gewünschte untereinander Schritt für Schritt auf den Weg bringen  – 

. . .   was am wenigsten eine Frage verfügbaren Geldes zu sein braucht !!!

Es sollte aus der ureigenen Kraft zu einer Kultur des Anpackens unter all denen entstehen, die man mittlerweile gar nicht mehr  anpacken lässt oder nur so, dass sie vielfälig kranke Haltungen entwickeln . . .  !

Als Kostenfrage stellt sich dergleichen mit Sicherheit niemals in erster Linie !  Denn das Faulende schafft ungewollt Raum für neues, rundum gedeihlicher wirkendes Leben . . . 

Wir brauchen nichts Falsches´aufzulösen´  (was nicht mehr nährt, hat seinen Zenit überschritten und befindet sich in der Schwundphase !) 

–  wir brauchen Richtigeres nur zu säen und zu hegen !“

 

Ich sehe,

–  sobald Bürger-Dialoge sich regional-gesellschaftsvertragliche Neukonzeptionierungen zum Ziel setzen und ernsthaft an deren Parallel-Institutionen arbeiten,-

2 große Hebel-Bereiche, über die mir eminent wirksame systemische Gedeihlichkeits-Wirkungen erreichbar scheinen  –  für jede Region dieser Erde:

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Denn ´Gedeihen´ geschieht aus sich heraus in auf verschiedenste Weise förderlicher Lebensgemeinschaft mit Umgebendem in den verschiedensten Stadien seiner Existenz. . .
Es gilt, die unendliche Fülle des rundum Gegebenen sehen zu lernen  und   ihr  uneingeschränkte Spielräume wechselseitigen Respekts und antwortbegeisterter Anregung zu verschaffen  –

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–  Motto:  

   das brauchen wir:  –  ein Ein- wie Auskommen unmittelbar zentralbankseits & verfassungsgebunden grundlegendes & verstetigendes   G e l d -, sprich:    R e g i o n a l w ä h r u n g s –   &   K o n v e r t i b i l i t ä t s – C l e a r i n g – S y s t e m -, 

   danach richten wir uns:  –  nach   I n d e x i e r u n g e n   der    G e m e i n v e r t r ä g l i c h k e i t e n    unseres Tuns und Lassens in Form einer   e i n z i g e n   S t e u e r  (!), der auf die Gemeinverträglichkeit   u n s e r e r   G ü t e r  -,  

   so ballancieren wir es aus:   –  über den Entscheid für eine   D i a l o g –  und  A n r e g u n g s – K u l t u r    auf den vielfältigsten Ebenen, auf denen   V e r t r a u t h e i t    entstehenkann  m i t   den  G e g e b e n h e i t e n, deren Gedeihen uns anvertraut ist, ob wir das wollen oder nicht.

(vgl.:  https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/06/17/empfangen-beantworten-lernen-statt-anspruechen-unterwerfen/

und näher: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/06/11/progressive-internationale-blueprint-de-2-gw/)

 

Es sollte mich freuen, wenn da Anregendes gerade auch für Eure Asätze dabei wäre bzw. ein paar Rückmeldungen zuKlärungen fürhten, was davon so vermutlich überhaupt nicht gehen kann ? !

 

Merci!

 

 

EN /

Hello Symbiosis,

I am very happy to find in your article horizons that move me out of the many other conflicting situations in Europe and especially in Germany – especially since I am just a single thoughtful citizen and blogger and have not yet found any interest in discussing my thoughts and suggestions…

What electrifies me about your activities and objectives are the two terms ’symbiosis‘ and ‚dual power‘. . .:

I had begun my commentary on the text of the PI council members: „My headline would be:

„Solidarity means: mutually animated and sovereignly alongside the previous deliberative systems:  Autopoietia!““

It seems to me that your two words touch on each other.

My autopoietic (instead of democratic) considerations are already clinging to state communities, which of course would no longer have to function as beadles of pretensions to influence and exploitation systems ! Parliamentarism can also be tailored differently than before. . .!

My comment to the members of the PI council went on:

„Question:

How much fruitfulness lies in fighting ???

Why don’t we confidently build up a nationwide abundance of deliberative/autopoietic forms of encounter:

– which, on the spot and in mutual stimulation, reach agreements on the forms of manageable community infrastructure with which they hope to get along well – in order to cover their needs autonomously and in conjunction with others. . .  ?  !

– and who, without further ado, reach agreements among themselves in the form of social contracts and create the corresponding facilities among themselves. . .  ?  !

Motto: Avoid open conflicts, undermine them and bring the desired among themselves step by step on the way –

. . …what least needs to be a question of available money !!

It should develop from the very own strength to a culture of tackling among all those who are not allowed to be tackled at all in the meantime or only in such a way that they develop many sick attitudes. . .  !

As a question of cost, such things will certainly never be the first priority!  Because the rotting unintentionally creates space for new, more prosperous life. . .

We don’t need to ‚dissolve‘ anything wrong (what is no longer nourishing has passed its zenith and is in the process of fading away !)

– we only need to sow and nurture right things!“

I see,

– as soon as citizens‘ dialogues aim at new concepts for regional social contracts and seriously work on their parallel institutions,-

2 large areas of leverage, through which eminently effective systemic effects of prosperity seem to me to be achievable – for every region of the world:

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Because ‚prosperity‘ happens by itself in various ways of beneficial community with the surrounding in the most different stages of its existence. . .

It is necessary to learn to see the infinite abundance of what is given all around us and to provide it with unlimited scope for mutual respect and enthusiastic stimulation – …

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– Motto:

– that’s what we need – income and revenue directly from the central bank and a constitutionally fundamental and permanent money, i.e. regional currency and convertibility clearing system,

– This is what we are guided by – by indexing the public compatibility of our actions and omissions in the form of a single tax on the public compatibility of our goods,

– this is how we balance it out – by deciding on a culture of dialogue and stimulation on the most diverse levels, where familiarity can develop with the circumstances whose prosperity is entrusted to us, whether we want it to or not.

(see: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/06/17/empfangen-beantworten-lernen-statt-anspruechen-unterwerfen/

and closer: https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/06/11/progressive-internationale-blueprint-de-2-gw/)

I should be glad if there would be something inspiring for your approaches or if there would be some feedback for clarifications, which probably can?t be done at all ? !

Merci!

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

 

 

Von: gabrieleweis@web.de
An: wire@progressive.international
Betreff: https://progressive.international/wire/2020-05-27-symbiosis-internationalism-beyond-the-nation-state/de
Datum: Sun, 21 Jun 2020 11:41:14 +0200

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Hallo,

here you find, if interested, a comment to the uplinked Symbiosis article:

https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/06/21/21-6-2020-gw-progressive-internationale-syndikat-kommentar-zu-symbiosis/

Best regards

GabrieleWeis

 

 

 

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