„WELTPOLITIK-FÄHIGKEIT“ – – – die – rundum – friedens – u n t a u g l i c h e Anmaßung …

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Die    V  o  r  s  t  e  l  l  u  n  g ,   die staatlichen Gemeinwesen des Planeten bildeten eine Horde von Mächten, die jeweils der Kandarre der größten und bedeutendsten unter ihnen bedürften  . . . ,    stellt    e i n e    i m m e r   a u s u f e r n d e r e    A b s u r d i t ä t    dar . . .   –    seit sie im 20. Jhd. zunehmend planetenumspannende Gültigkeit errungen hat. . .

Sie fußt auf dem uralten menschheitsgeschichtlichen   I r r w e g ,   die   S t r e i t i g k e i t e n    zwischen benachbarten Stammes- & Reichsgebieten bis hin zu den Nationalstaatsgebilden und kolonialimperialistischen Weltmächten seit dem 19. Jhd. vorwiegend   m a c h t p o l i t i s c h  regeln zu wollen . . .

Es ist der Weg, auf Größe und damit verbundene wirtschaftliche wie militärische Zwingkraft zu setzen. . ., der Weg, Fehlverhalten durch übertrumpfendes Gegen-Fehlverhalten eindämmen, gar aus der Welt schaffen zu wollen. . ., der Weg immer hypertrophierterer Gewalt-Apparate. . ., der Weg Größerer, sich selbst kulturelle Höchstqualität zuzuschreiben, allen Widersachern allenfalls mindere, gefährliche, schädliche, also bekämpfungs-, ja auslöschungswürdige . . .

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Das aktuellste Schlagwort zur Fortschreibung dieser blutig-unsinnigen Traditionslinie:   sogenannte  ´WELTPOLITIK-FÄHIGKEIT´. . .

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Gemeint ist die Teilnahme an der Durchsetzung von Weltordnungen, in denen die Dominanzstellung der einen etwaige Unabhängigkeits- oder gar Dominanzbestrebungen anderer verhindert oder zumindest kanalisiert  –  angeblich zugunsten größerer Sicherheit durch imperial vorgegebene Ermächtigungs-, Umgangs- und ´Friedens´-Regeln.

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An so etwas wie einem größenbedingt fraglos beanspruchbaren Vorrangsrecht in allen so oder so kollidierenden Interessenlagen besteht dabei auf im Grunde allen Seiten offenbar nirgends ein ernsthaft ins Spiel gebrachter Zweifel . . .

Auch nicht daran, dass Interessenlagen allein hierarchisch kräftestabilierend austarierbar seien  –  alle sich hingegen gegen echtes wechselseitiges Interesse (nicht zu verwechseln mit Interessen!)  sogar rivalisierend zu wappnen hätten, wenn nicht umfassende Unsicherheit der Preis sein solle . . .

Interessen allein seien das, was es zu verhandeln gelte –  bei Unwilligkeit eben mit Druck bis hin zu blanker Gewalt.

Und dass allein Dominanz zuerst wie zuletzt die eigenen Begehrlichkeiten vor denen anderer schütze, ist dabei so etwas wie ein axiomatischer Glaubenssatz  –  schließlich lasse sich   a u c h    n u r    s o   so etwas wie ein Schutz Schwächerer vor unberechtigten Begehrlichkeiten anderer zustande bringen, auf den die Welt in nicht unerheblichen Maßen angewiesen sei . . .

–  Da explodieren die sich aufdrängenden Zweifel ja geradezu !

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–  Derartige  Glaubenssätze von der Notwendigkeit möglichst umfassender Dominanz – und selbstredend der eigenen deutschen bzw. europäischen Teilhabe an einem solchen Konstrukt besetzen die Verlautbarungen vieler gegenwärtiger Polit-Akteur/innen zunehmend.

 

Sie zwängen die Völker der Welt in immer absurdere Mühlsteingefüge aus Lüge und Gewalt im Dienste dessen, was die jeweils Dominanten als so etwas wie ´gottgewollt´oder ´immanent vorgegebenen Fortschritt´ begreifen,  mehr oder minder weltweit in die Seelen der Staatsbevölkerungen tropfen zu lassen wissen und ohne nenneswerte Rücksichten jeweils so breit als möglich kurzerhand durchsetzen. . .

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Der Weg:  immer höher gerüstete Bündnispolitik, strategisch-machtvolle Fremd-Konflikt-Manipulation von Staats-Zerschlagungen bis hin zu expliziter Eroberungspolitik  . . .

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Das alles nun freilich gilt es endlich abzuwerfen, wenn phasenweise gar unsäglich sich aufgipfelnde Rücksichtslosigkeit nicht länger Kultur-Prinzip bleiben soll  . . .

–  denn in den Vorstrudeln derart wachsender Unkultur stecken immer größere Teile der Menschheit ja bereits überdeutlich !

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Jenseits all der Tunnelblicke jedoch , in die wir uns da lange genug hineingefuchst haben, wären Weltsichten zu entdecken mitganz anderen Möglichkeiten:

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Natürlich kommen überall auf dem Planeten Nachbarn einander auch ins Gehege.  Und natürlich können sie das immer wieder auch kriegerisch ausstreiten.

Wo immer sie das jedoch auch getan haben und aktuell tun, entsteht dabei nichts als die Etablierung fortgesetzter Vorteilsnahme-Systematiken in Siegerhand, die je länger je mehr nach Verlagerung, also neuen Kriegen ´schreien´. . .

 

Dass verschiedenste Kampfmodi das betreffs Überleben und kutureller Blüte Wirkungsvollste seien, was allem Existenten eigne, das bildet eine der fatalsten Fehlannahmen der Spezies Mensch !

Wären  Raub und Erzwingung die tragfähgsten Modi im Handling unserer Nachbarschaften, reduzierten wir das uns Mögliche auf bloßes Schmarotzertum  –  eben das, was wir jenen zum Vorwurf machen, die zu zwingen wir uns für berechtigt halten, weil sie uns nicht liefern, was wir beanspruchen . . .

 

Wir finden uns jedoch als Wesen, die einander nicht nur brauchen, sondern die sich um alle und alles, was ihnen vertraut ist, was ihnen anvertraut wurde und was sie sich vertraut gemacht haben, gemäß den regionalen bis weltweiten Horizonten, in denen sie jeweils leben, meistenteils immens sorgen  und wofür sie persönliche Wünsche wieder und wieder zurückzustellen bereit sind . . .

Niemand will doch beraubt, übervorteilt, ausgeschaltet, erniedigt  … werden.  Also lässt er´s in der Regel, damit solches Verhalten nicht häufigkeits-getriggert um sich greift . . .

Und er unterlässt Kränkungen, so gut er  kann, weil er weiß, zu wieviel fataler Machtversessenheit sie in blindwütig ersehntem Ausgleichsverlangen anstacheln können . . . !

Wenn wir es dann mit solchem selbst mithervorgerufenen Ausgleichsverlangen zu tun bekommen, sind die Mitverursachungszusammenhänge meist weit aus dem Blick und wir reduzieren alles auf das, was wir unsere Sicherheits-Interessen nennen:  wir machen Macht- und Strategie-Fragen zm Hauptmovens unseres Denkens und Handelns  –  da wo wir als Wirtschafts-Subjekte miteinander rivalisieren  –  und da, wo wir als Staaten Welt-Ordnungen zu errichten trachten, in denen die Machtverhältnisse unseren Interessen so in die Hände spielen, dass wir uns weiterhin (wieder oder neu) auf der bevorteilten Seite der Mächtekonstellationen bewegen können . . .

 

Kein Zweifel:  so können die politischen Gemeinwesen dieses Planeten miteinander umgehen.  So tun sie es seit Urzeiten.

Und so tun sie es, obwohl sie inzwischen längst mit exponentiellen Potentialsteigerungen gegeneinander unterwegs sind, die niemandes Überleben je mehr ´erkämpfen´ werden, auf dass  sich dieses Überleben noch einmal aussichtsreich lebenssatt entfalten könnte . . .  !  !

 

 

>>>   Forts. folgt

 

 

 

 

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