Wieviel Wahnsinn wollen wir uns noch leisten ?

 

eauto

 

. . .    E-Autos:   – yt / 4.6.2019 WDR Doku

 

 

Kollateralschäden im Ausland  für bessere CO2-Bilanzen im Inland . . .

. . .  extrem zerstörerischer Rohstoff-Abbau    –  je größer die Batterie desto größer der Umweltschaden  !!

„Elektro-Autos sollen die Umwelt retten, werden gar als „emissionsfrei“ gepriesen. Für die deutsche Autoindustrie ein Milliardenmarkt. Und Abgasgeplagte Kommunen hoffen mit Elektroautos drohenden Fahrverboten zu entgehen. Doch stimmt das? Sind E-Autos wirklich die Rettung für die Umwelt? „Die Story im Ersten“ macht sich auf Spurensuche.

Klimaschädliche Batterie

Das größte Bauteil eines Elektroautos ist mit mehreren hundert Kilo Gewicht die Batterie. Und sie ist das klimaschädlichste. Denn für das hier verwendete Lithium werden fragile Ökosysteme in Südamerika zerstört und der dort lebenden Bevölkerung Land und Wasser geraubt. Die Autoren recherchieren vor Ort, zeigen die Auswirkungen des Lithium-Booms: eine ökologische und menschliche Katastrophe, in Kauf genommen für das „Null-Emissionen-Auto“ in Europa.

Die Herstellung eines 100-kWh-Akkus, notwendig für einer Reichweite von rund 400 Kilometer, verursacht eine Klimabelastung von 15 bis 20 Tonnen Kohlendioxid. Ein Wert, für den ein 6-Liter Mittelklassewagen mit Benzin- oder Dieselmotor bis zu 100.000 Kilometer weit fahren kann. Für die Produktion von Elektroautos werden sehr viele unterschiedliche Rohstoffe gebraucht.

Hohe Umweltbelastung bei der Herstellung

Forscher des Wuppertal Instituts für Klimaforschung sagen: Der ökologische Rucksack, also die Summe der Umweltbelastung durch alle bei der Herstellung verwendeten Materialien, ist bei der E-Mobilität im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so hoch.

Unter dem Strich sind E-Autos keineswegs umweltfreundlicher als Benziner oder Diesel, zumindest nicht, wenn sie eine ähnliche Reichweite haben. Experten sind sich einig: Der einzige Weg, Mobilität umweltfreundlicher zu gestalten ist, den Individualverkehr zu reduzieren und den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.

Alternativen zum Auto

Wie das funktionieren kann, zeigt ein Beispiel im litauischen Vilnius. Seit September 2017 hat Vilnius eine der fortschrittlichsten Mobilitäts-Apps der Welt, mit der man problemlos ohne privaten Pkw durch die Stadt kommt. Kernstück der App ist eine Echtzeitkarte, die die aktuellen Positionen von Bussen, Bahnen und Taxis auf wenige Meter genau anzeigt. Dazu kommen die Park-Positionen von Carsharing-Autos und Leihfahrrädern. Das Ganze ist so erfolgreich, dass auch die Berliner Verkehrsbetriebe die App in diesem Jahr einführen.

Die App ist nur eine von weltweit vielen Ansätzen, um den Menschen eine bequeme Alternative zum eigenen Auto zu bieten. Und auch wenn das Auto wohl nie ganz aus unserm Straßenbild verschwinden wird: Es ist an der Zeit, sich Gedanken über Alternativen zu machen. Und richtig eingesetzt – etwa als Busse, Lieferwagen oder Kleinwagen mit geringer Reichweite für Pendler – können auch Elektroautos ihren Beitrag für eine klimafreundlichere Zukunft leisten.

 

 

 

 

<   >      13.10.2019  gw/  Das grosse Ausweichen – – –

 

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