… … ein Friedensgebet

–   ?  –  !

 

 

gew-lenn

 

 

weltinkriegen

 

 

– – –     also:  wischen wir uns die Augen

und üben, neu hinzuschauen     – – –

 

balken

 

 

 

Die wir dich, das alles umfangende Du,
auf das wir unsere Herzen hingespannt finden,
´Gott´ nennen, ja: ´Vater´…!
/ oder Jahwe oder Allah oder…

 

wer zu gott aufschaut

 

 

Du unfassbar tiefer und reicher Lebensquell,

in dessen Händen
wir uns lesen und verstehen lernen dürfen

und uns   b e r ü h r e n   l a s s e n …

…von Deinem belebenden Dasein gegenüber allem Existenten…

… und von dem tiefen FRIEDEN, den Du für uns hast:

mit all dem,
was uns ein Stück weit zu Deinen Spiegeln macht, …
und  – unaufhebbar –
dennoch ein Stück weit erbärmlich sein und bleiben lassen muss …

 

LASS UNS spüren, dass nicht Du es bist,
der etwas auszusetzen hat an unseren Irrwegen
und wechselseitigen Erbarmungslosigkeiten…

 

LASS UNS sehen lernen, was in den Blick zu fassen,
uns oft so ungeheuer schwer fällt:

all unsere Schmerzen werden um keinen Deut geringer,
wenn wir Verurteilung gegen Unrecht setzen,
Sühne einfordernde Bändiger sein wollen,..

 

LASS UNS sehen lernen, dass wir gar nicht anders können,
als sämtlich  a u c h  zu irren …

…dass es zwischen uns aber nicht aufs Steine-Werfen,
sondern allein
aufs Einander-Suchen, Miteinander-Teilen
und vorbehaltlose Einander-(Wieder-)Aufnehmen
ankommt… ,

…über dem
– neben dem Schmerz –
– nicht minder ungezählt –
neues beseligendes ´Wohlgefallen´
(des Hirten ob des verlorenen und wiedergefundenen Schafs,
des Vaters ob seines gescheitert heimkehrenden Sohnes,
des Herrn ob seines ungetreuen Verwalters)
im Zusammenklang alles Existenten
spürbar zu werden vermag…

 

T r a g e n  wir Deinen FRIEDEN,
Frieden, wie Du ihn hast und schenktst,

–  statt Lehre, statt Norm, statt Vergeltung…
also: Rüstung … !

mit neuer Kraft wechelseitig in unser aller Herzen!

 

HILF UNS, Du unser umfassendstes DU,
so heil zu werden,
dass wir die Kraft schmerzbereiter Furchtlosigkeit entdecken
dort,
wo wir einander mit auferstanden verklärter Berühungskraft
zu begegnen lernen…

 

Dorothee Soelle

Sie fragen mich nach der auferstehung

sicher sicher gehört hab ich davon

dass ein mensch dem tod nicht mehr entgegenrast

dass der tod hinter einem sein kann

weil vor einem die liebe ist

dass die angst hinter einem sein kann die angst verlassen zu bleiben

weil man selber – gehört hab ich davon

so ganz wird dass nichts da ist

das fortgehen könnte für immer

 

 

HILF UNS, GOTT jenes ´Wortes, das im Anfang war´,

zu begreifen,

dass auch nicht die ausuferndste Wehr
uns angstfreier macht gegenüber Gewalt und Krieg… ,

dass wir vielmehr angstfrei,
–  h e i l  –
zu werden nur vermögen,
wo wir uns  a n r ü h r e n  lassen von allem, was existiert,
und so  a u c h  die Qualen  s e h e n  lernen,
in denen noch jeder persönliche wie politische Irrweg wurzelt…

 

HILF UNS, was wir da sehen,

so zu  b e a n t w o r t e n ,

dass auf allen Seiten ein ´FORTAN-NICHT-MEHR´ wachsen kann,
wie es Jesus einst der Ehebrecherin am Brunnen
mit auf den Weg gab :

…ein ´wechselseitiges Lesen- und Lindern-Lernen´ jener Qualen,
die Herzen in die Irre gehen lassen, verhärten…

…und uns etwa auch verleiten,
unsere Angst in Wehr
bis hin zur Widersacher-Vernichtung
zu wandeln…

 

… DASS DA WACHSEN KANN. ein dynamisch vorangetriebenes, immer umfassenderes
FAIRPLAY… im freien Schwingen zwischen Nähe und Distanz…

 

HILF UNS zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir uns bisher
über Druck und Drohung zu behaupten suchen…

 

HILF UNS, zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir bisher
unsere Zuflucht zu Waffen-Arsenalen und Streitkräftestärken
nehmen zu müssen meinen…

 

HILF UNS, zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir als Gesellschaften und Staatsvölker bisher
Hilfe in Bedrängnissen welcher Art immer
am vermeintlich sichersten
in Kampf-Bündnissen
suchen zu müssen glauben…

 

HILF UNS, zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir stets und ständig ´Werteorientierung´
zu unserem Image erheben und allenthalben ´erstreiten´ wollen:
kämpfen gegen, kämpfen für, bekämpfen, wettkämpfen…

 

HILF UNS,

uns selbst,
die, die wir lieben
wie die, durch die wir uns bedrängt fühlen,

so sehen und lesen zu lernen,

dass wir sie
wie uns selbst

als jene´Fleisch gewordenen Worte Gottes´
zu erspüren beginnen,
von denen im Johannes-Evangelium die Rede ist…

– beschenkt mit der Fähigkeit
zu bewusst frei zwischen Nähe und Distanz schwingendem…
…unaufhebbar zwischen Seligkeit und Schmerz gespanntem …

MITEINANDER…

– jenseits der unzähligen Kampfmodi,
in die wir uns allzuoft werfen zu müssen glauben!

 

Dann wäre FRIEDEN

–  unser Frieden mit all unseren Erbärmlichkeiten, den eigenen wie den fremden… – ruhend in Deinem Frieden mit uns…

 

GIB UNS DIE KRAFT ZU HIER UND HEUTE

GEMEINSAMEM ANFANGEN:

uneinschüchterbar … mit brennenden Herzen,

…um hunderttausend-, ja millionenfach zu Gehör zu bringen,

 

DASS ES GILT, jeder Waffenstarre abzuschwören…

 

DASS ES GILT, nicht zuerst und zuletzt
´Gefahren´ zu unseren Themen zu machen
und uns von unseren Ängsten zerfressen zulassen…

 

DASS ES VIELMEHR GILT, unseren je eigenen Beitrag
zu finden und zur Wirkung zu bringen…

zu unmittelbar nachbarschaftlich
wie weltumspannend befreiendem
FAIRPLAY …

 

 

UND WIR DANKEN, dass wir das Wehen Deines Geistes
über all diesem Begreifen einmal mehr neu erfahren dürfen.

AMEN

 

 

balken

 

 

´FRIEDEN´ ist GESCHENK


–  wir können ihn nicht suchen, nur erbitten,
uns so mit ihm beschenken lassen, wie es der österlich verklärte Jesus allen gegenüber tat, die seine auferstandene Berührung erfuhren…

–  wir können ihn nicht erjagen, nur in uns wachsen lassen als Antwort auf jenen Frieden, den Gott für uns hat und an uns schenkt…

–  wir können uns dafür öffnen & an andere weiterschenken, womit wir da von Gott selbst Beschenkte sind …

–  und wir vermögen das zuerst wie zuletzt in jener Vergebungs-Kraft, die ein allumfangendes göttliches Du in unsere Herzen zu legen vermag,
wo immer wir jeden verurteilungsgewissen Stein aus der Hand zu legen bereit sind …

…  nur dann suchen wir unter uns ´Wahrheit´ im Sinne des Weges Jesu …,
nicht im Sinne eines rüstungsbewehrten Umgangs miteinander …

–  die Wahrheit kindlich offenen Liebens –

 

 


Wir sind nicht ´Instrumente Gottes´ (Kardinal Marx), wir sind von ihm Gemeinte…

Lernen wir, einander zu meinen nicht zuletzt da, wo wir übereinander stolpern…

 

gw/ Bernau, den 14.5.2018

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